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Umweltschutz

umweltschutz Benutzen Sie das Auto so wenig wie möglich für kurze Strecken. Der Motor kommt nämlich nicht auf Betriebstemperatur und verbraucht dabei mehr Kraftstoff. Das Fahrrad ist das ideale Fortbewegungsmittel für Strecken bis 5 Kilometer (öfters kommt man sogar schneller voran als mit einem Auto). Für sehr kurze Entfernungen bis 1000 Meter ist Wandern angesagt, die billigste und umweltfreundlichste Lösung.

Gewicht transportieren kostet Kraftstoff:

  • fahren Sie nicht mit einem leeren Gepäckträger auf dem Dach;
  • fahren Sie nicht mit unnötigem Gepäck, entleeren Sie den Kofferraum vollständig;
  • benutzen Sie einen Anhänger für den Transport von großen Gegenständen.

Dachboxen, Gepäckträger und Fahrradträger auf dem Dach erhöhen den Kraftstoffverbrauch (Heckfahrradträger sind zu bevorzugen). Mit offenen Fenstern fahren verschlechtert ebenfalls die Aerodynamik und führt somit zu Mehrverbrauch.

Moderne Fahrzeuge verbrauchen immer mehr Strom,das produziert werden muss und Kraftstoff verschlingt. Aus diesem Grund sollten Sie die elektrischen Stromverbraucher wie Heckscheibenheizung oder Klimaanlage ausschalten sobald diese nicht mehr gebraucht werden.

Eine regelmäßige Kontrolle Ihres Fahrzeuges ist von größter Wichtigkeit. Ein schlecht eingestellter Motor braucht mehr Sprit, genauso wie ein zu niedriger Reifendruck (unser Tipp: kontrollieren Sie Ihre Reifen mindestens einmal im Monat). Winterreifen sind in der schlechten Jahreszeit zu empfehlen, sollten aber im Frühjahr zeitig abmontiert werden denn der Rollwiederstand ist größer und somit auch der Verbrauch.

Abgase

Neben dem Kraftstoffverbrauch hat auch der Fahrstil einen großen Einfluss auf den Ausstoß luftverschmutzter Gase. Neben CO2 verunreinigen noch andere Emissionen von Kraftfahrzeugen die Luft. Diese Stoffe sind nicht gesund für Mensch und Natur und müssen demzufolge niedrig gehalten werden.

Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoff
In der Atmosphäre bildet sich Ozon (O3) unter der Einwirkung von Sonnenlicht aus Stickstoffoxiden (NOX) und Kohlenwasserstoffen (HC). Zu 60% bilden sich Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe durch die Abgase von Kraftfahrzeugen. Während sommerlicher Schönwettertagen steigen die O3-Konzentrationen in Bodennähe großräumig an. Eine Situation, die mittlerweile als "Sommersmog" bezeichnet wird. In höheren Konzentrationen löst bodennahes O3 unerwünschte Wirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus. Zu nennen wären vor allem Tränenreiz und Einschränkungen der Lungenfunktion beim Menschen und einigen Tieren, Zellschäden und dadurch auch Ertragseinbußen bei Pflanzen. Außerdem entsteht saurer Regen bei der Verbindung von Schwefeldioxiden und Stickstoffoxiden mit Wasser in der Atmosphäre. Die Folgen sind großflächiges Absterben von Bäumen sowie Versauerung der Gewässer.

Kohlenstoffmonoxide
Kohlenstoffmonoxide (CO) sind sehr giftige Gase,die bei unvollständiger Verbrennung entstehen. In Belgien ist der Straßenverkehr verantwortlich für 70% des gesamten CO-Ausstoßes. Eine „sportliche“ Fahrweise führt unvermeidlich zu einer überproportionalen Kohlenstoffmonoxidemission. In Staus und Unterführungen können sogar gefährliche CO-Konzentrationen entstehen. Typische Zeichen für eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind unter anderem eine rosige Haut, Atemnot, Schwindel, Kopfschmerz, leichte Ermüdbarkeit und - bei höheren Graden - sogar Bewusstseinsverlust.

Partikeln
Die ultrakleinen Partikel sind die Buhmänner im Dieselabgas. Die mikroskopisch kleinen Rußteilchen können über die Atemwege in die Lunge gelangen. Von den Dieselrußpartikeln, die kleiner als 0,0025 mm sind, kann eine Gesundheitsgefährdung, besonders für ältere und angeschlagene Menschen, ausgehen. Deswegen setzen immer mehr Autobauer auf den Rußfilter.

Geräuschbelästigung
Obschon das Außengeräusch der Fahrzeuge in Belgien reglementiert ist (75 dB für Dieselfahrzeuge und 74 dB für Benziner) ist der Straßenverkehr noch verantwortlich für 60% der gesamten Geräuschentwicklung in manchen Gegenden. Dies belastet die Umwelt und schränkt die Lebensqualität sehr stark ein.

Fahrstil

Die persönliche Fahrweise ist ein wichtiger Faktor in Verbindung mit der Umweltbelastung und dem Verschleiß von Bremsen und Reifen. Unter „sportlich fahren“ versteht man bei hohen Tourenzahlen beschleunigen, schnell fahren und im letzten Moment voll bremsen. Dieser Fahrstil bringt viele Nachteile mit sich und führt nicht selten bis zu 50% mehr Verbrauch im Vergleich zu einer ruhigen Fahrweise.

Starten Sie den Motor ohne Gas zu geben und lassen Sie den Motor nicht im Stand aufwärmen, denn dies bedeutet Kraftstoffverschwendung und außerdem wird die Betriebstemperatur schneller erreicht wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Langsam fahren ist Spritsparend und eine gleichmáßige Geschwindigkeit halten ebenfalls (ein Tempomat kann ein guter Hilfsmittel sein). Schalten Sie frühzeitig in einem höheren Gang (2000 Touren bei einem Diesel und 2500 Touren bei einem Benziner).

Vorausschauend fahren ist die beste Methode: beobachten Sie den Verkehr und reagieren Sie so schnell auf jede Änderung im Verkehr. Schauen Sie weit nach vorne und lassen Sie den Wagen ausrollen ohne zurückzuschalten anstatt zu bremsen. Fahren Sie sanft wieder los, nach einer roten Ampel z.B. Schalten Sie den Motor aus wenn Sie stehen bleiben müssen: bereits nach 30 Sekunden wird eine messbare Kraftstoffersparnis bewirkt. Parken Sie sofort in der richtigen Fahrtrichtung, sodass im Nachhinein keine umständlichen Manöver bei kaltem Motor nötig sind.

Planen Sie Ihre Fahrt und die kürzeste Strecke mit Karte, Routenplaner oder Navigationssystem.

Defensiv fahren heißt umweltfreundlich fahren.